Grundfähigkeitsabsicherung

Sichern Sie ab, was Sie jeden Tag brauchen.

Sehen, sprechen, gehen oder die Hände gebrauchen – grundlegende Fähigkeiten sind im Alltag und Berufsleben selbstverständlich, bis sie durch Krankheit oder Unfall verloren gehen.

Eine Grundfähigkeitsversicherung kann Sie in diesem Fall mit einer vereinbarten monatlichen Rente finanziell absichern. Welche Fähigkeiten versichert sind und wann die Leistung greift, hängt vom jeweiligen Tarif ab.

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Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Grundfähigkeitsversicherung?

Welche Grundfähigkeiten können abgesichert werden?

Wann leistet die Grundfähigkeitsversicherung?

Für wen ist eine Grundfähigkeitsversicherung sinnvoll?

Grundfähigkeitsversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung?

Vorteile und Nachteile der Grundfähigkeitsversicherung

Darauf sollten Sie beim Abschluss achten

Was kostet eine Grundfähigkeitsversicherung?

Häufige Fragen zur Grundfähigkeitsabsicherung

Was ist eine Grundfähigkeitsversicherung?

Eine Grundfähigkeitsversicherung sichert bestimmte körperliche und teilweise geistige Fähigkeiten ab, die für den Alltag und das Berufsleben wichtig sind. Dazu können beispielsweise Sehen, Sprechen, Gehen, der Gebrauch der Hände oder Treppensteigen gehören. Welche Fähigkeiten konkret versichert sind, wird im jeweiligen Vertrag festgelegt.

Verliert die versicherte Person eine dieser Grundfähigkeiten entsprechend der vertraglich definierten Voraussetzungen, zahlt die Versicherung eine vereinbarte monatliche Rente. Dabei spielt grundsätzlich keine Rolle, ob die betroffene Person ihren bisherigen Beruf weiterhin ausüben kann. Entscheidend ist der Verlust der versicherten Fähigkeit.

Damit unterscheidet sich die Grundfähigkeitsversicherung wesentlich von der Berufsunfähigkeitsversicherung und kann insbesondere dann eine Alternative sein, wenn eine BU-Absicherung nicht möglich oder aufgrund des ausgeübten Berufs vergleichsweise teuer ist.

Welche Grundfähigkeiten können abgesichert werden?

Welche Grundfähigkeiten versichert sind, unterscheidet sich je nach Anbieter und Tarif. Häufig werden Fähigkeiten aus verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens abgesichert:

 

Bewegung und Mobilität

Dazu können beispielsweise Gehen, Stehen, Treppensteigen, Knien oder Bücken gehören. Auch das sichere Bewegen und Bewältigen alltäglicher Wege kann je nach Tarif berücksichtigt werden.

Hände und Feinmotorik

Auch der Gebrauch der Hände und Finger, etwa zum Greifen, Schreiben oder Ausführen bestimmter Bewegungen, kann Bestandteil des Versicherungsschutzes sein.

Sehen, Hören und Sprechen

Der Verlust wichtiger Sinnes- und Kommunikationsfähigkeiten wie Sehen, Hören oder Sprechen gehört bei vielen Tarifen zu den versicherten Grundfähigkeiten.

Weitere Fähigkeiten

Je nach Tarif können zusätzliche Fähigkeiten oder Leistungsauslöser eingeschlossen sein. Welche Voraussetzungen für eine Leistung erfüllt sein müssen, ist dabei in den Versicherungsbedingungen genau definiert.

Gut zu wissen

Nicht die Anzahl der versicherten Fähigkeiten allein entscheidet über die Qualität eines Tarifs. Ebenso wichtig ist, wie die einzelnen Fähigkeiten definiert sind und ab welchem Grad ihres Verlustes die Versicherung leistet.

Wann leistet die Grundfähigkeitsversicherung?

Die Grundfähigkeitsversicherung zahlt die vereinbarte monatliche Rente, wenn eine versicherte Grundfähigkeit entsprechend der im Vertrag festgelegten Definition verloren geht. Ursache dafür kann je nach Tarif beispielsweise eine Krankheit oder ein Unfall sein.

Entscheidend ist dabei nicht, ob Sie Ihren Beruf noch ausüben können. Stattdessen wird geprüft, ob die betroffene Fähigkeit die vertraglich festgelegten Leistungsvoraussetzungen erfüllt. Bei der Fähigkeit „Gehen“ kann beispielsweise genau definiert sein, welche Strecke ohne Hilfsmittel noch zurückgelegt werden können muss.

Auch die erforderliche Dauer des Verlusts ist tarifabhängig. Die konkreten Definitionen und Leistungsvoraussetzungen sollten deshalb vor Vertragsabschluss genau geprüft und verschiedene Tarife nicht allein anhand der Anzahl versicherter Grundfähigkeiten verglichen werden.

Für wen ist eine Grundfähigkeitsversicherung sinnvoll?

Eine Grundfähigkeitsversicherung kann für Menschen interessant sein, die wichtige körperliche oder geistige Fähigkeiten finanziell absichern möchten. Besonders relevant kann sie sein, wenn eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht oder nur zu hohen Beiträgen infrage kommt.

  1. Körperlich Berufstätige
    Wer im Beruf stark auf körperliche Fähigkeiten angewiesen ist, kann von der Absicherung wichtiger Grundfähigkeiten besonders profitieren.
  2. Bei teurer BU-Absicherung
    In körperlich anspruchsvollen Berufen kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung vergleichsweise teuer sein. Eine Grundfähigkeitsversicherung kann dann eine mögliche Alternative darstellen.
  3. Bei eingeschränkter BU-Auswahl
    Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung aufgrund persönlicher Voraussetzungen nicht passend oder nur eingeschränkt verfügbar, kann die Grundfähigkeitsabsicherung eine weitere Möglichkeit sein.
  4. Für frühzeitige Absicherung
    Auch für junge Menschen kann ein früher Abschluss interessant sein, um wichtige Grundfähigkeiten langfristig finanziell abzusichern.

Grundfähigkeitsversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung?

Beide Versicherungen dienen der finanziellen Absicherung, setzen bei der Leistung jedoch an unterschiedlichen Punkten an. Während bei der Berufsunfähigkeitsversicherung die Fähigkeit zur Ausübung des eigenen Berufs im Mittelpunkt steht, kommt es bei der Grundfähigkeitsversicherung auf den Verlust konkret definierter Fähigkeiten an.

 

Berufsunfähigkeitsversicherung

Sie leistet, wenn der zuletzt ausgeübte Beruf aus gesundheitlichen Gründen entsprechend den vertraglichen Voraussetzungen nicht mehr ausgeübt werden kann. Die konkrete berufliche Tätigkeit ist damit bei der Berufsunfähigkeitsversicherung entscheidend.

Grundfähigkeitsversicherung

Sie leistet, wenn eine im Vertrag definierte Grundfähigkeit verloren geht. Ob Sie dadurch tatsächlich berufsunfähig werden oder Ihren Beruf weiterhin ausüben können, ist grundsätzlich nicht ausschlaggebend bei einer Grundfähigkeitsversicherung.

Der entscheidende Unterschied

Eine Berufsunfähigkeit kann eintreten, ohne dass gleichzeitig eine versicherte Grundfähigkeit verloren geht. Die Grundfähigkeitsversicherung bietet daher einen anderen und in der Regel enger definierten Schutz als eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Vorteile und Nachteile der Grundfähigkeitsversicherung

Ob eine Grundfähigkeitsversicherung die passende Absicherung ist, hängt von der persönlichen Situation, dem Beruf und dem gewünschten Leistungsumfang ab. Ein Blick auf die wichtigsten Vor- und Nachteile hilft bei der Einordnung.

 

Absicherung wichtiger Fähigkeiten

Der Versicherungsschutz knüpft direkt an vertraglich definierte körperliche oder geistige Fähigkeiten an.

Unabhängig vom ausgeübten Beruf

Für die Leistung ist grundsätzlich der Verlust einer versicherten Grundfähigkeit und nicht die Berufsunfähigkeit entscheidend.

Alternative zur BU

Insbesondere bei körperlich anspruchsvollen Berufen kann die Grundfähigkeitsversicherung eine mögliche Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung sein.

Tarife unterscheiden sich deutlich

Versicherte Fähigkeiten und deren Definitionen können je nach Anbieter variieren und sollten deshalb sorgfältig verglichen werden.

Keine vollständige BU-Absicherung

Auch eine Berufsunfähigkeit führt nicht automatisch zu einer Leistung aus der Grundfähigkeitsversicherung.

Enger definierter Leistungsfall

Eine gesundheitliche Einschränkung allein reicht nicht aus – eine versicherte Grundfähigkeit muss gemäß den Vertragsbedingungen verloren sein.

Darauf sollten Sie beim Abschluss achten

Bei einer Grundfähigkeitsversicherung kommt es nicht nur darauf an, welche Fähigkeiten auf den ersten Blick versichert sind. Entscheidend ist vor allem, unter welchen Voraussetzungen der Versicherer den Verlust einer Fähigkeit tatsächlich anerkennt und die vereinbarte Rente zahlt.

  1. Definition der Fähigkeiten
    Prüfen Sie genau, wie die einzelnen Grundfähigkeiten im Vertrag definiert sind und welche Einschränkung für einen Leistungsanspruch erforderlich ist.
  2. Umfang der Absicherung
    Je nach Tarif können unterschiedliche körperliche, geistige und kommunikative Fähigkeiten abgesichert sein. Der Leistungsumfang sollte zu Ihrem persönlichen Alltag und Bedarf passen.
  3. Höhe und Laufzeit der Rente
    Die vereinbarte monatliche Rente sollte ausreichend bemessen sein. Gleichzeitig sollte der Versicherungsschutz möglichst über den tatsächlich benötigten Zeitraum bestehen.
  4. Anpassungsmöglichkeiten
    Achten Sie darauf, ob sich die Absicherung später an veränderte Lebensumstände und einen steigenden finanziellen Bedarf anpassen lässt.
  5. Vertragsbedingungen vergleichen
    Nicht allein der Beitrag sollte über die Tarifwahl entscheiden. Leistungsdefinitionen, Ausschlüsse und weitere Vertragsbedingungen können für den tatsächlichen Versicherungsschutz wesentlich wichtiger sein.

Was kostet eine Grundfähigkeitsversicherung?

Die Kosten einer Grundfähigkeitsversicherung lassen sich nicht pauschal beziffern. Wie hoch der monatliche Beitrag ausfällt, hängt von verschiedenen persönlichen und vertraglichen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem das Eintrittsalter, der Gesundheitszustand, die gewünschte Rentenhöhe, die Laufzeit sowie der konkrete Leistungsumfang des Tarifs.

Auch der Beruf kann bei der Beitragsberechnung eine Rolle spielen. Gerade für Menschen mit körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten kann die Grundfähigkeitsversicherung deshalb eine interessante Option sein, wenn eine Berufsunfähigkeitsversicherung vergleichsweise teuer ist.

Entscheidend sollte jedoch nicht allein ein möglichst niedriger Beitrag sein. Da sich die Tarife insbesondere bei den versicherten Fähigkeiten und deren Leistungsdefinitionen unterscheiden, sollten Preis und Leistung immer gemeinsam betrachtet werden.

Häufige Fragen zur Grundfähigkeitsabsicherung

 

Was ist eine Grundfähigkeitsversicherung?

Eine Grundfähigkeitsversicherung zahlt eine vereinbarte monatliche Rente, wenn eine im Vertrag versicherte Grundfähigkeit entsprechend der festgelegten Bedingungen verloren geht. Dazu können beispielsweise Gehen, Sehen, Sprechen oder der Gebrauch der Hände gehören.

Wann zahlt die Grundfähigkeitsversicherung?

Die Versicherung leistet, wenn der Verlust einer versicherten Grundfähigkeit die im jeweiligen Tarif festgelegten Voraussetzungen erfüllt. Die genaue Definition des Leistungsfalls kann sich zwischen den Versicherern unterscheiden.

Muss ich berufsunfähig sein, damit die Versicherung zahlt?

Nein. Für die Leistung einer Grundfähigkeitsversicherung ist grundsätzlich nicht entscheidend, ob Sie Ihren Beruf weiterhin ausüben können. Maßgeblich ist der vertraglich definierte Verlust einer versicherten Grundfähigkeit.

Ist eine Grundfähigkeitsversicherung eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung?

Sie kann eine Alternative sein, wenn eine Berufsunfähigkeitsversicherung beispielsweise aufgrund des Berufs nicht infrage kommt oder vergleichsweise teuer ist. Beide Versicherungen decken jedoch unterschiedliche Risiken ab, weshalb eine Grundfähigkeitsversicherung eine BU nicht vollständig ersetzt.

Welche Grundfähigkeiten sind versichert?

Das hängt vom jeweiligen Tarif ab. Häufig gehören Fähigkeiten wie Sehen, Hören, Sprechen, Gehen, Treppensteigen oder der Gebrauch der Hände zum Versicherungsschutz. Entscheidend sind die konkreten Versicherungsbedingungen.

Wie hoch sollte die Grundfähigkeitsrente sein?

Die Rentenhöhe sollte sich am persönlichen finanziellen Bedarf orientieren und so gewählt werden, dass bei einem Leistungsfall wesentliche laufende Ausgaben weiterhin getragen werden können.

Kann ich meine Grundfähigkeitsversicherung später anpassen?

Das hängt vom gewählten Tarif ab. Einige Verträge bieten Möglichkeiten, die versicherte Rente bei bestimmten Lebensereignissen oder einem gestiegenen Absicherungsbedarf anzupassen.

Wie lange sollte die Grundfähigkeitsversicherung laufen?

Die Laufzeit sollte sich daran orientieren, wie lange eine finanzielle Absicherung benötigt wird. Bei der Auswahl sollten deshalb insbesondere das geplante Erwerbsleben und die persönliche Vorsorgesituation berücksichtigt werden.