Grundstück
und Untergrund
Lage, verfügbare Fläche, Zufahrt, geologische Hinweise und mögliche Schutzgebiete prüfen.
Erdwärme klingt verlässlich: Das Grundstück liefert Wärme, die Anlage versorgt das Haus. Ob sich das für Sie eignet, entscheidet sich aber nicht im Prospekt. Hier erfahren Sie, welche Vorprüfungen Sie brauchen, wie Sie Angebote vollständig vergleichen und warum eine kleinere Stromrechnung allein noch keine wirtschaftliche Gesamtentscheidung ist.

Eine Erdwärmepumpe entzieht dem Erdreich Wärme und hebt deren Temperatur mit elektrischer Energie auf ein für das Haus nutzbares Niveau. Häufig zirkuliert dazu eine Wärmeträgerflüssigkeit in einem geschlossenen Kreislauf. Diese sogenannte Sole überträgt die Wärme an die Wärmepumpe.
Die Quelle kann beispielsweise über tiefe Sondenbohrungen oder über flächiger verlegte Erdkollektoren erschlossen werden. Eine Grundwasserwärmepumpe nutzt dagegen Brunnen und ist eine andere technische und genehmigungsrechtliche Lösung. Lassen Sie sich deshalb genau benennen, welches System angeboten wird.
Für die Effizienz ist auch die benötigte Vorlauftemperatur im Haus wichtig. Ein leistungsfähiges Gerät kann ein schlecht abgestimmtes Gesamtsystem nicht ausgleichen. Die Planung sollte Wärmebedarf, Heizflächen, Warmwasser und gegebenenfalls weitere Wärmeerzeuger gemeinsam betrachten.
Lage, verfügbare Fläche, Zufahrt, geologische Hinweise und mögliche Schutzgebiete prüfen.
Erforderliche Leistung, Heizflächen, Vorlauftemperaturen und geplante Sanierung abstimmen.
Zuständige Behörden, erforderliche Unterlagen, Qualitätssicherung und Verantwortliche klären.
In Baden-Württemberg bietet ISONG beim LGRB eine erste standortbezogene Orientierung zu Potenzial, Einschränkungen und möglichen Bohrrisiken. Diese Informationen helfen bei der Vorbereitung. Sie ersetzen ausdrücklich nicht die sorgfältige Planung des konkreten Vorhabens.
Stimmen Sie eine Sondenanlage früh mit der zuständigen unteren Wasserbehörde ab. Wasserrechtliche Anforderungen und bei entsprechenden Bohrungen weitere bergrechtliche Prüfungen gehören in den Ablauf. Lassen Sie vom Planer festhalten, wer welche Anzeige und welchen Antrag übernimmt und welche Entscheidung vor dem Start vorliegen muss.
Ein enger Garten kann technisch nutzbar sein, aber die Baustellenzufahrt erschweren. Umgekehrt bedeutet viel freie Fläche nicht automatisch, dass jede Bohrung erlaubt ist. Fragen Sie nach Aufstellflächen, Leitungswegen, erforderlichen Abständen sowie dem Zustand des Gartens nach Abschluss.
Die baden-württembergischen Leitlinien behandeln unter anderem Qualifikation, Abdichtung, Überwachung, Dokumentation und Versicherungsschutz. Lassen Sie entsprechende Nachweise und Zuständigkeiten im Angebot benennen. Ein niedriger Meterpreis ohne klare Leistungen sagt wenig über ein ordentlich abgeschlossenes Vorhaben.
Fordern Sie ein Angebot mit getrennten Positionen für Planung und Erschließung, Wärmepumpe, Wärmeverteilung sowie Nebenarbeiten. Bei einer Bohrung sollten Umfang, enthaltene Leistungen und der Umgang mit unerwarteten Bodenverhältnissen nachvollziehbar sein. Klären Sie insbesondere, wann und zu welchen Bedingungen Mehrkosten entstehen können.
Zum Vergleich gehören außerdem Leitungsgräben, Hauseinführung, Elektroarbeiten, mögliche Anpassungen der Heizflächen, Rückbau alter Technik, Inbetriebnahme und Wiederherstellung betroffener Flächen. Die konkrete Liste hängt vom Haus ab. Eine fehlende Position ist nicht automatisch eine kostenlose Leistung.
Bitten Sie um eine nachvollziehbare Prognose für die Jahresarbeitszahl, kurz JAZ. Sie setzt die jährliche abgegebene Wärmemenge ins Verhältnis zum eingesetzten Strom. Der COP aus einem einzelnen Prüfpunkt ist dafür kein Ersatz. Fragen Sie, welche Nebenverbräuche und Betriebsbedingungen in der Prognose enthalten sind.
Vergleichen Sie zwei Systeme auf derselben Grundlage: dieselbe versorgte Wärmemenge, dieselben Nutzungsannahmen und ein klar abgegrenzter Strompreis. Ein zusätzlicher Stromzähler, Grundpreis oder Heizstab kann die Rechnung verändern. Förderungen und Finanzierungskosten müssen anschließend mit der jeweils passenden Variante berücksichtigt werden.
Unser eigenes Modell versorgt in beiden Varianten jährlich 18.000 Kilowattstunden Wärme für dieselben Aufgaben. Wir nehmen für Variante A eine JAZ von 3 und für Variante B eine JAZ von 4 an. Der Stromarbeitspreis beträgt frei gewählt 30 Cent je Kilowattstunde. Die Zahlen sind Rechenannahmen, keine zugesagten Anlagenwerte.
| Eigene Modellrechnung | Variante A | Variante B |
|---|---|---|
| Versorgte Wärmemenge | 18.000 kWh | 18.000 kWh |
| Angenommene Jahresarbeitszahl | 3,0 | 4,0 |
| Dafür benötigter Strom | 6.000 kWh | 4.500 kWh |
| Stromarbeitspreis im Modell | 0,30 €/kWh | 0,30 €/kWh |
| Jährliche Arbeitspreiskosten | 1.800 € | 1.350 € |
Kostet Variante B in derselben Beispielplanung 12.000 Euro mehr, entspricht dieser Unterschied rechnerisch gut 26,7 Jahresersparnissen von 450 Euro. Das ist eine stark vereinfachte Rücklaufrechnung, keine vollständige Amortisationsprognose. Zinsen, Preisänderungen, Wartung, Ersatzinvestitionen, Förderung und verbleibender Wert sind darin nicht berücksichtigt.
Die Rechnung hilft trotzdem bei einer wichtigen Frage: Ist mir die Mehrinvestition unter diesen Bedingungen sinnvoll? Eine höhere JAZ allein beantwortet das nicht. Wenn ein konkretes Angebot deutlich geringere Mehrkosten oder einen anderen Wärmebedarf aufweist, kann das Ergebnis anders aussehen.
Stellen Sie auch eine ungünstigere Variante daneben. Sinkt die angenommene JAZ der zweiten Lösung auf 3,5, lägen ihre Arbeitspreiskosten bei rund 1.543 Euro. Der Abstand zur ersten Variante wäre nur noch rund 257 Euro pro Jahr. So sehen Sie, wie stark die Entscheidung von der tatsächlich erreichten Effizienz abhängt.
Fassen Sie die Standortprüfung, die technische Planung und das vollständige Angebot in einer gemeinsamen Unterlagenmappe zusammen. Offene Punkte gehören mit Zuständigkeit und Termin auf eine kurze Liste. Das ist eine bessere Entscheidungsgrundlage als mehrere unterschiedlich kalkulierte Geräteangebote.
Prüfen Sie mögliche Förderung und die dafür erforderlichen Nachweise vor verbindlichen Aufträgen. Ein Fördervorteil muss zur konkreten Anlage und Ihrem Vorhaben passen. Rechnen Sie außerdem damit, dass Rechnungstermine und spätere Förderauszahlungen auseinanderliegen können.
Für die Finanzierung zählen die Gesamtausgaben, eine geeignete Reserve, verfügbare Eigenmittel und bestehende Verpflichtungen. Eine erwartete Stromersparnis ist keine sofort verfügbare Summe. Sie kann erst nach Inbetriebnahme die laufende Belastung beeinflussen.
Bei der Übergabe sollten Sie wissen, wo Wärme- und Strommengen erfasst werden und wie sich die Anlage überprüfen lässt. Lassen Sie Einstellungen, Wartungsaufgaben und Ansprechpartner erklären. Ein nachvollziehbarer Vergleich von Planung und Betrieb hilft, Auffälligkeiten rechtzeitig mit dem Fachbetrieb zu besprechen.
Haken Sie ab, was für Ihr Vorhaben bereits geklärt ist.
Wir besprechen mit Ihnen die vollständigen Investitionskosten, vorhandene Darlehen, Eigenmittel und mögliche Förderbausteine. Dabei berücksichtigen wir auch, wann Sie Rechnungen bezahlen müssen.
Für die energetische Gesamtplanung können wir den Kontakt zu unserem kooperierenden Energieeffizienz-Experten herstellen. Die technische Eignung und behördliche Zulassung klären die jeweils zuständigen Fachleute; wir verbinden deren Ergebnisse mit Ihrer finanziellen Planung.
Kostenlos & unverbindlich. Persönlich in Reutlingen und digital in ganz Deutschland.


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Doch. Sie nutzt Strom, um Umweltwärme auf ein höheres Temperaturniveau zu bringen. Wie viel Strom sie benötigt, hängt unter anderem von Quelle, Gebäude und Systemabstimmung ab.
Die Karte ist eine erste Orientierung. Individuelle Planung, erforderliche Anzeigen und Genehmigungen bleiben nötig.
Nein. Vergleichen Sie zusätzlich Mehrinvestition, Finanzierung, Wartung und die plausiblen Betriebskosten über einen passenden Betrachtungszeitraum.
Eigenes Modell 18.000 kWh Wärme/Jahr;JAZ 3/4;Strom 0,30€/kWh→6.000/4.500 kWh Strom→1.800/1.350€;450€Differenz.12.000€Mehrinvestition/450=26,67 Jahre, ohneZinsen,Förderung,Wartung,Preisänderung,Restwert. JAZ 3,5→1.542,86€,Differenz 257,14€. Keine aktuellen Tarife, Marktpreise oder Leistungsgarantien.
Redaktioneller Quellenabgleich: 24.10.2026. Eigene Erklärgrafiken: albfinanz. Header: eigenständig KI-generiert.
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